Forschung für die Werbewirtschaft
Neu an der Dualen Hochschule ist der Auftrag zur kooperativen Forschung. Das bedeutet: Fragestellungen aus der betrieblichen Praxis werden im Verlauf des Studiums aufgegriffen und in Lehrveranstaltungen und Projekte integriert, um sie wissenschaftlich zu untersuchen.
Unternehmen können auch konkrete Projektaufträge erteilen. Die enge Kooperation mit dem Steinbeis Forschungszentrum Werbung und Kommunikation an der Dualen Hochschule gewährleistet den ständigen Wissenstransfer zwischen Hochschule und Praxis. Forschungsschwerpunkte sind Werbemittel- und Usability-Tests.
Das Durchführen von Fachtagungen mit renommierten Vertretern aus Wissenschaft und Praxis ist ein weiterer Baustein kooperativer Forschung.

Das hochschuleigene Werbelabor ist mit einer professionellen Infrastruktur ausgestattet.
Mit einem Eyetracker lässt sich der Blickverlauf von Rezipienten registrieren und die Gestaltung von Anzeigen oder Websites optimieren (Beispiel siehe links).
Ein weiteres Instrument ist der Perception Analyzer, mit dessen Hilfe die kognitiven und emotionalen Reaktionen erfasst werden. Zum Beispiel kann sekundengenau herausgefunden werden, wie gut ein Werbespot beim Publikum ankommt.
Ein Biofeedback-Gerät erlaubt die Messung der psycho-physiologischen Reaktionen: Puls und Hautwiderstand geben Auskunft über Spannung und Langweile beim Betrachten von Werbemitteln.
Unseren neuesten User-Case zur Werbewirkungsforschung können Sie hier herunterladen: Beispiel Anzeigen-Test

Am 5. März 2009 fanden die Ravensburger Mediengespräche unter dem Motto "Innovationen in der Werbewirkungsforschung" statt. Die Tagung gewährte Einblick in apparative und innovative Methoden der Werbe- und Kommunikationsforschung. In Vorträgen und Live-Demonstrationen wurden Highlights des neu eingerichteten Werbelabors vorgestellt.
In einer abschließenden Talk-Runde im Fernsehstudio wurden die aktuellen Entwicklungen auf dem deutschen Werbemarkt diskutiert. Moderator der Runde war Michael Reidel, Ressortleiter vom Fachmagazin HORIZONT. Er diskutierte mit Oliver Cibic, Leiter Markenberatung bei der Markenmagnet GmbH, Jan Isenbart, Direktor Mediaforschung & Services bei IP-Deutschland GmbH, Manfred Niesel, Geschäftsführer von Campus Media GmbH sowie Prof. Dr. Simon Ottler, Leiter der Studienrichtung Medien- und Kommunikationswirtschaft/Werbung.
Gerade in Krisenzeiten sollten langfristige Markenwertstrategien nicht hinter kurzfristige Abverkaufsergebnisse zurücktreten, so die übereinstimmende Meinung der Experten. Die Hoffnung richtete sich darauf, dass es spätestens im ersten Quartal 2010 mit der Gesamtwirtschaft und den Werbeinvestitionen wieder aufwärts geht.